Amiodaron
Verfahrensstandards im Rettungsdienstbereich Main-Kinzig-Kreis
Lokale Vorgaben des ÄLRD MKK entsprechend §4 Abs. 2 Nr. 2c NotSanG.
Lokale Vorgaben des ÄLRD MKK entsprechend §4 Abs. 2 Nr. 2c NotSanG.
Kompetenzniveau MKK
- Kammerflimmern / VT (nach dem 3. Schock)
- Therapieresistente (supra-)ventrikuläre Arrhythmien, Vorhofflattern oder -flimmern
- AV-Knoten-Re-Entry-Tachykardie
- WPW-Syndrom
- Im Notfall / bei Reanimation: keine
- Herzwirksame Glykoside (exzessive Bradykardie)
- Vitamin-K-Antagonisten (erhöhtes Blutungsrisiko)
- Andere Antiarrhythmika (z.B. Kalziumantagonisten, Betablocker) oder Diuretika
- Jodallergie
- Reanimation: 300 mg i.v. (nach 3. Schock); 150 mg i.v. (nach 5. Schock)
- Kinder (bis Pubertät): 5 mg/kgKG i.v. (≙ 1 ml/10 kg), unverdünnt
- Tachykardien: Gabe über 20 Min. in Glucose 5%
- Hemmt Kaliumkanäle, verzögert repolarisierenden Kalium-Auswärtsstrom
- Verlängert Aktionspotenzial und Refraktärzeit
- Unterbricht Re-Entry-Mechanismen
- Wirkeintritt: 2–5 Min.
- Wirkdauer: ca. 15 Min.
- Sinusbradykardie
- Hypotonie
- AV-Block II°/III°
Unter Reanimation bei hyperdynamen Kreislaufstillständen:
- VF (Ventrikulärem Flimmern) und
- pVT (pulslose ventrikuläre Tachykardie)
- Bei vitaler Indikation keine
- Allergie gegenüber dem Wirkstoff/der Substanzklasse
Erwachsene:
300mg (2 Ampullen) nach der 3. Defibrillation
Wiederholung: 150mg (1 Ampulle) nach der 5. Defibrillation
Kinder:
5 mg/kg KG i.v./i.o. nach der 3. Defibrillation
Wiederholung: gleiche Dosis wie Initial nach der 5. Defibrillation
Hinweis
Schäumt beim Aufziehen
Verlängert die Dauer des Aktionspotentials und der
Refraktärzeit durch Hemmung des Kaliumausstroms in der
Repolarisation.
- Nach ROSC Vasodilatation und RR-Abfall
- AV-Blockierung
- Torsade de point-Tachykardie
- Therapierefraktäre
- Hyperthyreose (tritt im Intervall von Wochen auf)
Wirkungsverstärkung durch andere Antiarrhythmika
Informationen
Rettungsdienstbereich
Main-Kinzig-Kreis
Main-Kinzig-Kreis
Zugehörige
Algorithmen und Medikamente
Algorithmen und Medikamente