Verfahrensstandards im Rettungsdienstbereich Main-Kinzig-Kreis
Lokale Vorgaben des ÄLRD MKK entsprechend §4 Abs. 2 Nr. 2c NotSanG.
Lokale Vorgaben des ÄLRD MKK entsprechend §4 Abs. 2 Nr. 2c NotSanG.
Kompetenzniveau MKK
- Hypertensiver Notfall
- ACS
- Schwere Leber-/Nierenfunktionsstörung
- LH-Insuffizienz
- 5–10 mg i.v. langsam
- α1-Blockade
- Zentrale Sympathikushemmung
- Kopfschmerzen
- RR-Abfall
- Bradykardie
Hypertensiver Notfall, WENN:
- RRsyst > 220 mmHg UND/ODER
- RRdiast > 120 mmHg UND
- HF zwischen 50/min und 150/min
- Allergie/Unverträglichkeit gegenüber dem Wirkstoff/der Substanzklasse
- Aortenisthmusstenose
- Arteriovenöse Shunts
5 mg (1 ml) langsam über 1 Minute i.v.
Wiederholung: nach 3 min möglich, wenn Bedingungen erfüllt.
Die maximale RR Senkung sollte 25% des Ausgangswertes im Regelfall nicht überschreiten.
Ausnahmen können der hypertensive Notfall mit begleitender Angina pectoris und der hypertensive Notfall mit Lungenödem sein, wo stärkere RR Senkung notwendig sein kann. Auch hier sollte nicht stärker gesenkt werden als auf maximal normotone Werte.
Bei V.a. Schlaganfall sollte der Blutdruck nur moderat gesenkt werden auf einen Zielwert von 180/100mmHg.
Hinweis
- CAVE: Bei RR-Abfall Beine hochlagern, Volumen, ggf. Push-Dose
- Starker Vasodilatator und damit Blutdrucksenker
- Periphere Gefäßerweiterung durch Blockade der α1-Rezeptoren
- Zentrale Minderung des Sympatikotonus
Durch zu rasche Blutdrucksenkung:
- Übelkeit, Schwindel, Kopfschmerzen
- Herzklopfen und Bradykardie
- Atemnot
- Druckgefühl (retrosternal)
- zerebrale Ischämie
- Herzstillstand
- Wirkverstärkung bei Kombiation anderer Alpharezeptorenblocker und Antihypertensiva
- Wirkverstärkung und verstärkter Blutdruckabfall möglich bei gleichzeitiger Anwendung mit Glyceroltrinitrat
- Alkohol
- Zustände mit Volumenmangel
Informationen
Rettungsdienstbereich
Main-Kinzig-Kreis
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Algorithmen und Medikamente
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