Verfahrensstandards im Rettungsdienstbereich Main-Kinzig-Kreis
Lokale Vorgaben des ÄLRD MKK entsprechend §4 Abs. 2 Nr. 2c NotSanG.
Lokale Vorgaben des ÄLRD MKK entsprechend §4 Abs. 2 Nr. 2c NotSanG.
- Sehr starke Schmerzen (z. B. bei Polytrauma, Frakturen, Verbrennungen)
- Intubationsvorbereitung (z. B. Rapid Sequence Induction)
- Analgosedierung bei bewusstseinserhaltenden Maßnahmen (z. B. Reposition, Thoraxdrainage)
- Kurze, schmerzhafte Interventionen (z. B. Schienung, Umlagerung)
- Schmerztherapie bei bewusstseinsgetrübten Patienten, z. B. unter Reanimation oder nach ROSC
⚠️ Hinweis: Anwendung nur durch besonders geschultes Personal (z.B. Notarzt) wegen hoher Potenz (ca. 5–10× stärker als Fentanyl) und erhöhtem Atemdepressionsrisiko.
- Allergie gegenüber dem Wirkstoff/der Substanzklasse
- Bewusstseinsstörung bzw. Einfluss psychoaktiver Substanzen wie Alkohol, Drogen, Psychopharmaka (GCS < 12)
- Atemstörung (AF < 10/min, SpO₂ < 90%)
- Kreislaufinstabilität (HF < 50, RRsyst < 100 mmHg)
- Einfluss psychoaktiver Substanzen (Alkohol, Drogen, Psychopharmaka)
- Eingeschränkte Zugänglichkeit zum Patienten
Hinweis
⚠️ Hinweis: Anwendung nur durch besonders geschultes Personal (z.B. Notarzt) und bei gesicherter Atemwegskontrolle.
Sufentanil ist das stärkste in Deutschland zugelassene Analgetikum (Humanmedizin). Es besitzt strukturelle Ähnlichkeit mit Fentanyl und zeichnet sich durch eine sehr hohe analgetische Potenz und einen raschen Wirkeintritt aus.
- Analgetisch: sehr stark schmerzlindernd (ca. 5–10× stärker als Fentanyl)
- Sedierend: beruhigende Wirkung bei höherer Dosierung
- Atemdepressiv: dosisabhängig, schnell einsetzend
- Atemdepression (lebensbedrohlich bei Überdosierung)
- Bradykardie, Hypotonie
- Thoraxrigidität („wooden chest“) bei schneller oder hoher Bolusgabe
- Übelkeit, Erbrechen
- Bewusstseinsstörung bis Bewusstlosigkeit
Informationen
Rettungsdienstbereich
Main-Kinzig-Kreis
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Algorithmen und Medikamente
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