Verfahrensstandards im Rettungsdienstbereich Main-Kinzig-Kreis
Lokale Vorgaben des ÄLRD MKK entsprechend §4 Abs. 2 Nr. 2c NotSanG.
Lokale Vorgaben des ÄLRD MKK entsprechend §4 Abs. 2 Nr. 2c NotSanG.
Kompetenzniveau MKK
- Vergiftung und Überdosierung mit Opioiden
- Aufhebung von Koma und Atemdepression durch Opiate
- Überempfindlichkeit
- Opiatentzugssyndrom
- Bluthochdruck
- Schwere KHK
- Erwachsene: 0,4 mg i.v. (titriert); alternativ: 0,8 mg i.m. oder 2 mg i.n.
- Kinder: 0,01 mg/kgKG i.v./i.m.; Repetition alle 5 Min.
- Kompetitiver Opioid-Antagonist (höhere Affinität zu Opioid-Rezeptoren als Opioide)
- Wirkeintritt: 1–2 Min.
- Wirkdauer: 30–45 Min.
- Hyper-/Hypotonie
- Tachykardie
- Akutes Opiatentzugssyndrom
- Tremor, Zittern
- Übelkeit, Erbrechen
- Kopfschmerzen, Schwindel
- Vital bedrohter Patient mit V.a. Opiatintoxikation
- Reanimation mit V.a. Opiatintoxikation (4H`s + H I TS)
- Symptomatische Überdosierung von Opiaten
- Komplikationen bei Opiatmedikation
- Unverträglichkeit /Allergie gegen Naloxon
- Im Notfall bei korrekter Indikation kaum relevante Nebenwirkung
- 0,4mg Naloxon i.v.
- 0,8mg Naloxon i.m (in den lateralen Oberschenkel)
- 2,0mg Naloxon intranasal
ggf. Wiederholung nach 3 5 Minuten
CAVE: Die Halbwertzeit von Naloxon ist kürzer als die der meisten Opiate! Daher kann es zu einem Rebound Phänomen kommen, wenn nach Abklingen der Naloxonwirkung die Opiatwirkung zurückkehrt.
Hinweis
- Zusammensetzung: 1 Amp. ≙ 0,4 mg / 1 ml Naloxon
- CAVE: Halbwertszeit kürzer als die von Opiaten → Rebound-Effekt möglich
Opiatrezeptorantagonist
- Hypertonie
- Tachykardie
- Akutes Opiatentzugssyndrom
- Unruhe
- Krampfanfälle
Keine Interaktionen von rettungsdienstlicher Relevanz
Informationen
Rettungsdienstbereich
Main-Kinzig-Kreis
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Zugehörige
Algorithmen und Medikamente
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